Obedience - Die Perfekte Harmonie zwischen Mensch und Hund

Obedience kommt von dem englischen Verb `to obey´ was gehorchen bedeutet. Entstanden ist Obedience in England kurz nach dem Ersten Weltkrieg. Dort erfährt es auch heute noch großer Beliebheit. Mittlerweile gibt es beim Obedience jedoch Zwei Unterteilungen:

 

1. Englisches Obedience 

Das Ur-Obedience

Größte Veranstaltung: CRUFTS

2. FCI Obedience

Größte Veranstaltung: World Championship

 

Beides heißt Obedience und die Ziele sind ähnlich, die perfekte Harmonie zwischen Hundeführer und Hund, aber sie beinhalten unterschiedliche Übungen. Im Englischen Obedience ist der Schwerpunkt vorallem die Fußarbeit. Beim FCI Obedience liegt der Schwerpunkt bei den technischen Aufgaben, wie z.B. Box, Richtungsapport etc. Das Mensch-Hund Team soll bei beiden Sportarten eine Einheit bilden. 

Ich betreibe FCI Obedience. Dies enthält klassische Elemente der Unterordnung wie Fußgehen und Positionen aus der Bewegung, aber auch das Apportieren und Suchen von meinem Geruch ist Bestandteil. Vor allem die „Box“, ein mit Pylonen und Band abgestecktes Viereck, gehört wohl zu den charakteristischen Übungen des Obedience.

 

Der Hund soll in einer Prüfung alle Übungen korrekt und freudig mit seinem Hundeführer ausüben. Dabei wird viel wert auf Harmonie zwischen beiden Teammitgliedern gelegt.

 

Obedience kann mit allen Hunderassen betrieben werden, vom Deutschen Spitz bis zum Neufundländer habe ich schon viele Rassen bei dieser Sportart erlebt. Jede Rasse bringt seinen ganz eigenen Charme mit.

Um Obedience betreiben zu können, braucht man in Deutschland zuerst die bestandene Begleithundeprüfung (vdh).

 

Die höchste Klasse ist die sogenannte Internationale Klasse 3.

Folgende Übungen gehören dazu:

 

  1. Sitz 2 Minuten lang in einer Gruppe von maximal 7 Hunden. Der Hundeführer begibt sich außer Sicht.
  2. Platz 4 Minuten lang in einer Gruppe von maximal 7 Hunden. Der Hundeführer begibt sich außer Sicht.
  3. Fußarbeit mit verschiedenen Elementen.
  4. Steh, Platz , Sitz aus der Bewegung.
  5. Abrufen mit den Zwischen Postionen Steh und Platz.
  6. Vorraussenden in ein Viereck (Box) mit Abrufen
  7. Richtungsapport
  8. Metallapport über die Hürde
  9. Geruchsidentifikation
  10. Distanzkontrolle

 

Die Prüfungsordnung zu den Klassen findet ihr in meiner Linksammlung.

Foto: Nicole Härtel
Foto: Nicole Härtel

Wie wir zum Obedience kamen:

Nach unsere Begleithundeprüfung wurden Anouk und Ich von unserem damaligen Obedience Sportwart im HSVL- Kindenheim angesprochen und sind dann ziemlich schnell zum Obedience Training gegangen. Das ist mittlerweile nun auch schon über 9 Jahre her und die Begeisterung lässt nicht nach, im Gegenteil sie steigt mit jedem weiterem Jahr.

 

Anouk und ich trainieren mittlerweile leider kein FCI Obedience mehr. Er wurde 2011 am Ellbogen wegen einem Knorpelschaden operiert, da sind mir die ganzen Stops in der Klasse 3 mittlerweile einfach zu extrem für ihn. Er genießt sein Renterleben mit Clickereinheiten und Cavaletti.

Mit Hythavwii laufe ich mittlerweile in der höchsten Obedienceklasse. Wir sind national und international auf Prüfungen anzutreffen.